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Modelle sind fertig – Studenten planen für Jugendtreff „Alte Post“

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NN/FLAND/LAND/LAND5   – Fr 19.11.2010 – LANDKREIS
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LANGENZENN — Architektur-Studenten der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule haben Modelle für die Umgestaltung des Jugendzentrums „Alte Post“ entworfen. Die besten Entwürfe sind nun im ehemaligen Schuhgeschäft gegenüber der „Post“ ausgestellt. Ob in nächster Zeit einer davon umgesetzt werden wird, ist jedoch fraglich. Es fehlt das Geld.

Das Modell steht bereits. Von der Küchenfarbe über den rollstuhlgerechten Eingang bis zum Brandschutzkonzept hat Michael Schönsteiner alles bedacht. „Mein Konzept setzt vor allem auf Offenheit“, erklärt der Langenzenner, der sein Architekturstudium an der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule mittlerweile mit einem Bachelorabschluss beendet hat.
Als seine Professorin Nadja Letzel im letzten Semester die Aufgabe stellte, ein Konzept für den Umbau des Jugendzentrums zu entwerfen, freute sich Schönsteiner: „Ich war selbst selten in der Alten Post, weil ich es dort immer scheußlich fand. Ich habe mir schon länger gedacht, da sollte man etwas verändern“, so der 24-Jährige. Laut Aufgabenstellung sollte das Haus, das 1913 als Poststation mit darüber liegenden Wohnungen gebaut wurde,„Charakter bewahren und Erfrischung erhalten“.
Hinter Schönsteiners Modell, das in einer durchgearbeiteten Nacht entstand, steckt ein halbes Jahr Planungszeit. Der Reiz der Umbauaufgabe habe für ihn darin bestanden, eine Balance zu finden „aus Respekt vor dem Bestehenden und der Umsetzung eigener Ideen“. Seine Kommilitonin Sabrina Vanessa Mayr legt in ihrem Konzept großen Wert darauf, dass die Jugendlichen vieles selbst gestalten können. Von 50 Arbeiten, die als Teil der Abschlussarbeit eines Jahrgangs entstanden sind, wurden zehn Einserarbeiten in Langenzenn ausgestellt. Ein Gremium des Jugendhauses kürte die Entwürfe von Schönsteiner und Mayr zu den besten.
Hellere Räume gewünscht
Zusammen mit den Jugendlichen, die sich schon lange eine Umgestaltung wünschen, hofft Carsten Kurtz, Leiter der Alten Post, jetzt auf die Umsetzung: „Die Jugendlichen möchten, dass das Haus heller wird, und dass es für Publikum leichter wird, in die Räume hineinzufinden.“ Zwar habe man schon vieles in Eigenleistung bewältigt, der gewünschte Umbau würde aber „unser Können und unsere Finanzen überschreiten“, sagte Kurtz. Deshalb habe man Rat an der Hochschule gesucht.
Nadja Letzel, Professorin für Entwerfen und Bauen im Bestand, war sofort begeistert, ihren Studenten eine Aufgabe stellen zu können, „die mit der Realität verbunden und in der Region beheimatet ist“. Die angehenden Architekten hätten allesamt „viel Herzblut und Ernsthaftigkeit“ in ihre Arbeiten investiert, lobte die Professorin. „Wir würden uns daher sehr wünschen, dass das Projekt weitergeht.“
Die Hoffnung auf eine schnelle Umsetzung musste Bürgermeister Jürgen Habel (CSU) jedoch bremsen. „Die Finanzen sind sehr knapp. Kurzfristig wird es nichts“, sagte er. Wann und in welchem Umfang es in den kommenden Jahren Geld für einen Umbau der Alten Post geben könnte, ließ er offen. Man werde darüber beraten. Die Modelle sind derweil im Schaufenster des einstigen Schuhgeschäfts gegenüber der Alten Post zu bestaunen.  CORINNA ANTON

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