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Rechtsextremistische Flugblattaktion gegen Alte Post

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In Langenzenn wurde am Dienstag Vormittag an ca. 80% der Haushalte ein Flugblatt der rechtsextremistischen Gruppierung „Freies Netz Süd“ gegen das Jugendzentrum Alte Post – insbesondere die Veranstaltung „Bunt statt Braun“ verteilt.

Eigentlich möchte ich den rechten Umtrieben nicht auch noch Vorschub leisten, in dem ich das Flugblatt erwähne, sehe mich aber gezwungen die falschen Behauptungen zu widerlegen.

1) Das Jugendzentrum Alte Post ist Treffpunkt und 2tes Zuhause für die verschiedensten Jugendlichen aus Langenzenn. Da treffen sich Hauptschüler mit Gymnasiasten, Polizisten-Söhne mit Doktor Kindern, Ausländer mit Einheimischen, Arbeiter mit Schülern und Studenten, …

Die Besucher und Mitarbeiter der Alten Post sind ein BUNTER Haufen. Militante Extremisten sind allerdings nicht darunter.

2) Das Jugendzentrum steht ein für Toleranz und Achtung der Menschrechte und Menschenwürde. Deswegen findet jedes Jahr das Festival „Bunt statt Braun“ statt. Die Mitarbeiter und die Besucher des Jugendzentrums bekennen Farbe durch Vorträge und Musik. Bunt statt Braun ist natürlich auch eine Veranstaltung gegen Rechtsextremismus. So haben wir beispielsweise bei einer dieser Veranstaltungen Freigetränke für die Abgabe und Vernichtung, der durch das „Freie Netz Süd“ erstellten Schulhof CD, ausgegeben.

3) In diesem Schreiben geht es um eine Band, die von Jugendlichen für das Festival „Bunt statt Braun“ vorgeschlagen wurde. Es ist richtig, dass die Band „Kurzer Prozess“ aus Nürnberg auf der der neuen Seite „Bayern gegen Linkesextremismus“ genannt ist. Als wir dies erfahren haben, haben wir SOFORT gehandelt. Die Band wurde (bereits letzte Woche) aufgrund eines Beiratbeschlusses ausgeladen und die Veranstaltung auf einen unbestimmten Termin in naher Zukunft – mit anderen Bands – verschoben. D.h. die Veranstaltung wurde vom entscheidenden Gremium des Hauses bereits während der Planungsphase demokratisch abgesagt. Es gab noch nicht mal Werbung für die Veranstaltung, denn eine extremistische Band bzw. Extremismus jeglicher Art, hat in der Alten Post keinen Platz.

4) Statt auf die billigen (und natürlich falschen) Anschuldigungen von wegen „Drogenumschlagplatz“ näher einzugehen, möchte ich alle Leser ermutigen: Bitte informieren Sie sich über die rechtsextremistische Organisation „Freies Netz Süd“ und über die ebenfalls rechtsextremistische „Bürgerinitiative Soziales Fürth“. Die für die Schreiben Verantwortlichen Sebastian Schmaus aus Nürnberg (Bürger Initiative Ausländerstopp Nürnberg) und Stella Ruff aus Fürth (Bürgerinitiative Soziales Fürth) lade ich hiermit herzlich ein sich z.B. auf unserer Homepage www.altepost.org über die qualifizierte und anerkannte Arbeit des Jugendzentrums Alte Post zu informieren.

5) Zur weiteren Information über die beiden rechtsextremistischen Organisationen:

https://www.bayern-gegen-rechtsextremismus.de/wissen/rechtsextremismus-in-bayern/mittelfranken/npd-kreisverband-ansbach

 

 

 

Langenzenn, 20. Oktober 2011 Carsten Kurtz, Diakon

 

 

 

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