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Sachspenden unterm Hammer

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NN/FLAND/LAND/LAND6   – Fr 01.04.2011 – LANDKREIS
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Benefiz-Auktion im Jugendhaus „Alte Post“ brachte fast 1000 Euro Reinerlös
„Alles muss raus“: So lautete einmal mehr das Motto der traditionellen Auktion im Langenzenner Jugendhaus „Alte Post“. Erstmals brachte dabei ein Auktionatoren-Dreiergespann die annähernd 1500 Sachspenden professionell und spaßig unter den Hammer. Nach über drei Stunden Versteigerungsmarathon kamen immerhin 942 Euro Reinerlös für den guten Zweck zusammen.

LANGENZENN — Seit über einem Jahrzehnt veranstaltet der Förderverein des Jugendhauses einmal im Jahr eine Versteigerung zugunsten sozialer Projekte. Nachdem bislang stets Volker Rücker vom Weltladen Caracol den Posten des Chef-Auktionators innehatte, durfte nun erstmals der „Nachwuchs“ den Holzhammer schwingen. Gemeinsam mit Rücker bestimmten Barbara Schwarzott und Marianne Schwämmlein vom Förderverein das Bühnengeschehen.
„Neben vielen privaten Spenden, alles gut erhaltene, meist sogar neuwertige Sachen, haben wir auch Neuware von Firmen und Geschäften wie zum Beispiel dem Weltladen Langenzenn bekommen. Sogar die SpVgg Greuther Fürth hat uns eine Tüte mit Jacken, Trikots und Autogrammen gepackt“, berichtete Schwämmlein. Insgesamt gingen 1500 Exponate in der Alten Post ein, die es an die Frau oder den Mann zu bringen galt.
Und was es da nicht alles gab: Vom nagelneuen Palm-Handy, das für knapp 30 Euro einen Besitzer fand, über das Tigerenten-Kinderrad für 13 Euro oder die Yamaha-Heimorgel für 25 Euro bis hin zu Ölgemälden für vier oder einem Set Zinnkrüge für gerade einmal sechs Euro war wirklich alles dabei. Vasen, Geschirr, Skulpturen, Bücher, Kleidung, Lampen, elektrische Geräte, Schirme, Taschen, Rucksäcke, DVDs, Spielzeug und noch vieles, vieles mehr.
Kein Wunder, dass sich die Bieter nicht zierten. Zumal die drei Versteigerer immer wieder auch bunte Überraschungskisten und Mischpakete anpriesen, die beim Publikum besonders großen Anklang fanden: „Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten“, schallte es laut und beinahe im Sekundentakt durch den Saal.
Nach über drei Stunden war das Ziel erreicht: „Wir haben wirklich alles losgebracht“, sagte Marianne Schwämmlein, leicht geschafft, aber sichtlich glücklich angesichts der leeren Tische und einem Reinerlös von 942 Euro.
Der Betrag fließt in einen Hilfsfond für Werner Oppel aus Stinzendorf. Als Gründungsmitglied der „Alten Post“ und Mitinitiator des Fördervereins hat sich Werner Oppel unter anderem jahrelang für die Jugendarbeit der Stadt Langenzenn eingesetzt und dort vieles bewegt.
Im vergangenen Jahr erlitt der heute 50-Jährige zwei schwere Gehirnblutungen und wird nach mehreren Operationen mittlerweile in einer Intensivpflegeklinik betreut. Zu der kostenintensiven Betreuung gebe es derzeit keine Alternative, erklärte Marianne Schwämmlein. Der Ersteigerungserlös soll dazu einen Beitrag leisten.MATTHIAS GLASER

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